Behindert = Außenseiter ? Wenn ein Orthopädieschuhmachermeister einem Gehbehinderten einen Spezialschuh anfertigt, dann stellt er nicht nur Schuhwerk her. Bei der Hilfsmittelanfertigung stehen neben der exakten Paßform und Funktionalität auch der kosmetische Aspekt im Vordergrund. Viele Menschen mit einer Gehbehinderung wollen möglichst unversehrt und „normal“ erscheinen. Eine große Rolle spielt dabei das eigene seelische Wohlbefinden . Für angeborene und erworbene Fußdeformierungen wie z.B. Amputationen, spastische und schlaffe Lähmungen, Diabetes und rheumatisch bedingte Fußerkrankungen usw. ist es möglich, einen unauffälligen aber auch modischen Maßschuh herzustellen. Mobilität bedeutet Teilnahme am Leben. So ist es schuhtechnisch realisierbar, bei Verlust des Vorfußes nach einem Unfall mit Hilfe der Innenschuhtechnik ( Spezialanfertigung zum Tragen im Konfektionsschuh) wieder sportlich aktiv zu sein und alltäglichen Dingen nachzugehen. Mobilität bedeutet aber auch neben der Teilnahme am Leben eine möglichst große Unabhängigkeit von fremder Hilfe, um ein eigenständiges soziales Leben führen zu können, soweit es der jeweilige Rahmen zuläßt. Die Orthopädie- Schuhtechnik fügt sich in das interdisziplinäre Zusammenspiel von Ärzten, Krankengymnasten, Ergotherapeuten und anderen ein. |